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Anfang 2010 hatte ich ja schon einmal einen Blog, allerdings hat der Provider die Segel gestrichen... Jetzt habe ich nach langem hin und her mich entschlossen, doch wieder unter die Blogger zu gehen. Viel Spaß beim Stöbern..!

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Du findest, was Du suchst!

Vor kurzem hatte ich überraschenden Besuch von einem Handwerker. Er wollte mir ein Buch über Network Marketing zurück bringen, das er sich einige Monate vorher geliehen hatte. Ich hatte das Buch schon abgeschrieben und wunderte mich außerdem, das er es nicht einfach in den Briefkasten warf sondern klingelte, um es mir persönlich zu geben.   

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Noch bevor ich richtig Luft holen konnte um dies zu hinterfragen sprudelte es gleich aus ihm heraus:

„Also das Thema an sich ist ja ganz spannend, aber für mich ist das nix. Ich glaub ja, dass das grundsätzlich funktionieren kann, aber ich hab das auch mal gegoogelt, und da findet man ja leider auch nicht soviel Gutes drüber… Also danke für das Buch, aber…“

Ich hatte weder Zeit noch Lust auf lange Diskussionen (außerdem war da auch nix mehr zu diskutieren – seine Entscheidung stand ja fest) und sagte nur lächelnd „Tja man findet eben, was man sucht, aber danke für das Buch!“

Man findet, was man sucht. Klingt zunächst banal. Aber einmal wirklich verinnerlicht, erleichtert es mir den Umgang mit Zauderern, Angsthasen, Überprüfern und  allen anderen Unentschlossenen enorm.

Da war jemand offensichtlich interessiert, sich mit dem Thema Network auseinander zu setzen. Der Informationswunsch war allerdings nur fadenscheinig – denn wie sich herausstellt, hat er ja neben dem einen Buch nur das Internet zur Informationsbeschaffung bemüht – und dort dann „leider“ nur „nicht so viel Gutes“ gefunden. Wie kommt das? Gibt es im www überwiegend Negativ-Einträge zum Thema Network Marketing? Nein! Wenn ich zu dem Thema Google bemühe, dann finde ich fast ausschließlich positive Einträge.

Ist doch komisch: Zwei Menschen benutzen das gleiche Medium zur Informationsbeschaffung über dasselbe Thema – und kommen doch zu völlig gegensätzlichen Ergebnissen.

Seine anfängliche Euphorie bzgl. der Möglichkeiten und Chancen, die Network bietet wich beim Lesen des sachlichen, ehrlichen Buches der Erkenntnis, dass auch hier vor dem Ergebnis das TUN steht. Die Möglichkeiten wurden nicht angezweifelt, aber das Vertrauen in die eigene Umsetzungskraft war und ist -vorsichtig ausgedrückt- nur bescheiden. Außerdem wurden ja Jahre damit verbracht, das eigene Hamsterrad mit Samt, Leder & Seide auszuschlagen – und was gestern in Anbetracht der Möglichkeiten nur noch wie abgenutztes Kunstleder aussah wirkt doch gleich wieder schön kuschelig und warm…

Während ich also positiv voreingenommen bin und Negativeinträge schlicht überlese oder schon anhand des Suchbegriffes ausschließe, wird dort die Bestätigung gesucht, nicht ins Tun kommen zu wollen.

Solche oder ähnliche Resonanzen habe ich öfters erfahren – aber erst, seitdem ich es wirklich verinnerlicht habe „Du findest, was Du suchst“ kann ich vollkommen gelassen damit umgehen. Ganz nebenbei ergeben sich daraus übrigens zwei neue, sehr positive Aspekte:   

  • Einerseits lässt meine Gelassenheit dem Gegenüber den Raum, sich entgegen seiner Erwartung eben nicht rechtfertigen zu müssen. Das wird als angenehm empfunden und hat schon dazu geführt, dass nach einiger Zeit die Gespräche wieder aufgenommen wurden.  
  • Andererseits bin ich selbst viel besser in der Lage mich dahin zu konditionieren nicht selbst Opfer dieses Reflexes zu werden.

Er fragte natürlich wie ich das denn meine, und nachdem ich es ihm sehr freundlich erklärte hat er sich ebenfalls freundlich mit einem guten Gefühl verabschiedet. Und ich wette, es brodelt in ihm…

Im Sinne von Todd Burrier hab ich die Tür weit offen gelassen. Mal sehen, was evtl. noch kommt ;-)

 

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